Msgr. Franz Wilfinger und Susanne Kopeszki

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Überall, wo’s brenzlig wird ...

Susanne Kopeszki, 51, ist Pfarrhaushälterin in Wien Wieden.

Josef Neumayr

„Die ersten fünf Jahre waren hart", sagt Susanne Kopeszki. Denn: „Wenn jemand heiratet oder ins Kloster geht, dann ist das eine Entscheidung, die im Denk- und Normschema drinnen ist. Aber freiwillig Pfarrhaushälterin werden, auf eine sozial hoch stehende Position als Lehrerin verzichten und dabei noch finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, das hat meine Umgebung großteils nicht verstanden."

Außerdem: unverheiratet sein, aber mit einem zölibatär lebenden Mann in einem Haushalt wohnen … das sind grundtypische Ingredienzien der Gerüchteküche. Vor „Gerede", sagt sie abgeklärt und bar jeder Angriffsfläche, „ist man ohnehin nicht gefeit, damit muss man einfach leben lernen. Wichtig ist, dass ich mein Leben vor mir und vor Gott verantworten kann." Es braucht viel Mut und wohl auch eine Portion Irrwitz, um aufzustehen und frei zu sein, um den eigenen Weg zu gehen. Mit 24 Jahren hat die Hauptschullehrerin (Hauptfächer: Religion und Turnen) beschlossen, ihrem Sein den für sie wesentlichen Sinn zu geben – 27 Jahre später vermittelt sie ein untrügliches Gefühl, das Richtige gefunden zu haben. Susanne Kopeszki strahlt innere Wärme und Zufriedenheit. Ihre Augen lachen. „Ich hab immer viel mit Kindern zu tun gehabt: Da wird man gefordert, mit der Zeit mitzugehen und mitzudenken." Kommt dazu, dass ihr „Chef", wie sie Monsignore Franz Wilfinger, Pfarrer der Paulanerkirche im 4. Bezirk, nennt, „ein technisches Antitalent ist: Als er zuerst einen Computer und Jahre später einen Internet-Zugang wollte, war klar, dass das meine Aufgaben sein werden." So verfügt nicht nur die Pfarre über eine Homepage, sondern auch Susanne Kopeszki selbst. Und nicht zuletzt auch der Berufsverband der Pfarrhaushälterinnen, deren Vorsitzende sie war (www.bg-phh.org). Susanne Kopeszki ist ein Paradebeispiel einer couragierten Anpackerin: „Tapezieren, Fußboden abschleifen, Stecker montieren" – können kommt von tun –, was Wunder, dass der „Chef" zum Geburtstag eine Bohrmaschine schenkt. Küche, Wäsche, Putzen, Bügeln – das Zehnmaleins des Haushalts ist Pflicht. Kür ihres Lebens sind immer die Menschen: Kinderchor, Spielmusik, Bastelkurs bis hin zu Damengymnastik und Kreativ-Kulturkreis.


Susanne Kopeszki: Aufspielen, aufkochen und vieles mehr …
Vor allem aber überall dort, wo’s brenzlig wird oder wo’s weh tut, hat die Paulaner Haushälterin ein offenes Ohr und die passende Ansprache zur Aussprache. Die Menschen in der Pfarrgemeinde vertrauen ihr bei Leid, Krankheit und Tod. „Ich habe meine Mutter ein Dreivierteljahr lang beim Sterben begleitet. Da habe ich sicherlich ein spezielles Sensorium entwickelt." Sie weiß auch, wie wichtig es ist, dass kranke Pfarrmitglieder am Leben in der Kirche teilhaben können. Zu den ihr persönlich gut Bekannten geht sie ans Krankenbett, überbringt die Kommunion und vermittelt durch Nacherzählen die Predigten von Monsignore Wilfinger. „Ich habe", lacht sie, „eine viel größere Familie, als wenn ich geheiratet hätte. Es ist zwar keine leibliche, aber eine Adoptiv-Familie."

Teetorte

Zutaten: 15 dag Margarine, 3 Eier, 25 dag Staubzucker, 1 Pk. Vanillezucker, 15 dag Mehl (griffig und glatt), 14 dag geriebene Nüsse, 3 dag Brösel, 3 dag Kakao, 1/2 Pk. Backpulver, 3/16 l ausgekühlter Schwarztee Creme: 1/16 l Milch, 1 KL Kartoffelmehl, 2 Dotter, 6 dag Staubzucker, 1 Pk. Vanillezucker, 10 dag Butter

Zubereitung: Butter, Zucker, Vanillezucker und Dotter schaumig rühren, Nüsse, Brösel, das mit Backpulver vermischte Mehl und den Kakao abwechselnd mit dem Tee dazugeben. Zum Schluss den steif geschlagenen Eischnee unterziehen. Bei ca. 150° etwa 45 Minuten backen. Für die Creme aus Milch und Kartoffelmehl einen Pudding kochen. Diesen ausgekühlt langsam zur schaumig gerührten Masse aus Dotter, Zucker und Butter geben. Die ausgekühlte Torte mit der Creme füllen, oben mit Marmelade bestreichen und ebenfalls mit Creme bestreichen und mit halben Nüssen verzieren.

Da bei uns niemand gerne Creme isst, fülle ich die Torte mit Marmelade und überziehe sie mit einer Schokoladeglasur. Wer will, kann dazu Schlagobers servieren. Lässt sich nicht nur als Torte, sondern auch als Kuchen backen.

Gutes Gelingen!