Msgr. Franz Wilfinger und Susanne Kopeszki

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Rundbrief 1/2013 Wo man singt, da lass dich ruhig nieder ....

Bei vielen Veranstaltungen der Berufsgemeinschaft wird gesungen. Wie steht es mit dem Singen? Singen Sie, singst Du noch? Nur in der Kirche oder auch zwischendurch - beim Kochen, im Auto, in der Badewanne? Wenn nein - warum? Heißt die Antwort: ich singe nicht richtig, das will ich den anderen nicht zumuten oder die Lieder kann ich nicht, sie gefallen mir nicht.

Kinder sind da ganz unkompliziert und drücken ihre momentane Gefühlslage auch in Lauten und Klängen aus. Sie singen oder summen beim Spielen oder anderen Tätigkeiten. In der Schule wird das dann meist unterbunden. Musik regt aber nicht nur Kinder an. Auch viele Erwachsene bewegen sich - oder zumindest die Fußspitzen - im Takt der Musik.
Gemeinsames Singen gehört auch bei uns Erwachsenen zu den verschiedensten Festen: Zum Geburtstag wird ein Ständchen gesungen, zu Weihnachten gibt es kaum jemanden, der nicht "Stille Nacht" mitsingt. Auch Bundeshymne und "Großer Gott" locken auch absolute "Nichtsinger" aus der Reserve.
In der Kirche ist es leichter, denn da gibt die Orgel den Ton an und trägt das gemeinsame Singen. Da ist es weniger gefährlich wenn einmal ein falscher Ton kommt oder ich die Höhe nicht erreiche. Vielen macht es Freude in einem Chor und mehrstimmig zu singen. Da geht es nicht in erster Linie darum, dass sich einzelne wichtig machen. Es geht um ein "Miteinander". Jede Stimme ist wichtig, aber erst im Zusammenklang entsteht das Gesamtkunstwerk. Es geht darum auf die anderen zu hören, zwar die eigene Stimme zu singen, aber auch sich anzupassen, was das Tempo und die Lautstärke betrifft. Gut ist es wenn es einen Chorleiter oder Dirigenten gibt, der den Einsatz gibt und der den Gesang lenkt und die Freude am gemeinsamen Tun fördert.
Wenn es in der Pfarre einen Chor gibt, dann sind seine Auftritte auch nicht Selbstzweck, sondern sollen sich einfügen und etwas beitragen zur Gestaltung des Gottesdienstes, zur einen gemeinsamen Feier des Volkes Gottes. Hier geht es nicht in erster Linie um Perfektion.
Musik lebt vom Wechsel der Stimmungen, von Dissonanzen, die sich auflösen. Zwei Drittel aller "Halleluja" - Rufe sind übrigens in Moll.
  Auch in einer Gemeinschaft wie der BG ist es wichtig, dass jede einzelne ihre Lebens-Melodie singt. Zuerst heißt das, die eigene Stimme in der jeweiligen Pfarre erklingen zu lassen, sich einfügen in den Chor der anderen. Dann aber auch im "Chor" der Berufsgemeinschaft "mitsingen". Das kann sein durch die Teilnahme an den Treffen und Veranstaltungen - wir laden in diesem Rundbrief besonders zur Diözesanwallfahrt am 14. Mai nach Wr. Neustadt ein. Es kann auch sein, dass eine Kollegin Beiträge findet, die zum Thema passen und sie schickt. Es kann sich zeigen durch persönliche Kontakte, Telefonate, persönliche Gespräche mit Kolleginnen oder durch einen freiwilligen Beitrag zur Kostenabdeckung
Lass Dich einladen in unseren Chor einzustimmen, durch Deine Melodie das Gesamte zu vervollständigen. Damit unser Lied ein Loblied auf Gott wird, dem wir unser Leben verdanken und der uns begleitet wenn wir uns mühen unsere je eigene Melodie für jeden Tag zu erhorchen und zu singen.
  Susanne Kopeszki (RB der BG/PHH der ED Wien 1/2013)