Msgr. Franz Wilfinger und Susanne Kopeszki

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Rundbrief 2/2014 Kirche - Familie Gottes

Familie - Hausgemeinschaft - Hauskirche

Als ich über diesen Beitrag nachdachte fiel mir die Stelle aus der Apostelgeschichte Kapitel 16,14f ein: "Eine Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; sie war eine Gottesfürchtige und der Herr öffnete ihr das Herz, sodass sie den Worten des Paulus aufmerksam lauschte. Als sie und alle, die zu ihrem Haus gehörten, getauft waren, bat sie: Wenn ihr überzeugt seid, dass ich fest an den Herrn glaube, kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie drängte uns."
Auch aus anderen Stellen der Bibel ist ersichtlich, dass der Mensch immer eingebunden ist in eine Gemeinschaft - der Ahnen, der Vorfahren und der nachfolgenden Generationen. Keine/r lebt für sich allein, keine/r glaubt für sich allein. Ganz selbstverständlich sind alle, die zu Lydias Haus gehörten gläubig geworden. Auch vom Haus des Kornelius wird dasselbe gesagt.
Auch bei uns war es früher so, dass nicht nur Eltern und Kinder, sondern auch Großeltern, Knechte und Mägde, das Gesinde, unverheiratete Geschwister - Onkeln, Tanten, zur Familie gezählt wurden. Sie lebten und arbeiteten gemeinsam. Sie waren aufeinander angewiesen. In diesen "Familien" wurde ganz selbstverständlich auch der Glaube gelebt und weitergegeben.
Heute bedarf es oft vieler Überlegungen und einer guten Organisation Kinder zu betreuen, wenn beide Eltern arbeiten oder ein Kind krank wird. In vielen Fällen ersetzen heute Freunde, die nicht am Ort lebende Verwandtschaft.
Wie groß dieses Umfeld ist, kann man bei Hochzeiten und Taufen erkennen. Auch hier ist der Glaube eine Verbindung über Generationen hinweg. Bei uns bezeichnen nicht nur Eltern und Paten den Täufling mit einem Kreuzzeichen sondern auch größere Geschwister und Großeltern.
  Am Sonntag trifft sich - so gesehen - die "Großfamilie" der Brüder und Schwestern Jesu zur gemeinsamen Dankfeier an den Vater. Alle dürfen ihre Sorgen und Anliegen mitbringen und für alle (auch die Abwesenden) wird gebetet.
  Susanne Kopeszki (RB der BG/PHH der ED Wien 2/2014)