Msgr. Franz Wilfinger und Susanne Kopeszki

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Rundbrief 3/2015 eine heilsame Erfahrung - wir waren 250

Als Pfarrhaushälterin kam ich mir oft wie eine Einzelkämpferin vor, weit und breit keine Kollegin in meiner Nähe, mit der ich mich treffen konnte.
Erst die Berufsgemeinschaft hat für mich sichtbar gemacht, dass auch noch andere Frauen diesen Dienst, diese Tätigkeit ausüben.
Jede hat viel zu tun, in der Pfarre, für den Priester und die allermeisten haben auch nach der Arbeit noch für eine Familie zu sorgen.
Kann dann überhaupt noch Zeit und Energie für die Berufsgemeinschaft bleiben?

www.bg-phh.org
In den Anfangszeiten meines Dienstes vor fast 40 Jahren schafften wir es bei einer Diözesanwallfahrt mit 4 Bussen anzureisen und mit einem Bischof und etwa 200 Haushälterinnen Gottesdienst zu feiern.
Die Erfahrung, dass wir immer weniger werden, trifft nicht nur die diözesanen Berufsgemeinschaften Österreichs, sondern auch die BG´s in anderen Ländern.
Nachdem die Mitglieder in Frankreich innerhalb von einigen Jahren von 4000 auf 500 gesunken sind, fand 2008 die Auflösung der Internationalen Föderation statt. 2009 löste sich die BG der Schweiz auf.
Im selben Jahr schlossen sich die Berufsgemeinschaften Österreichs, Deutschlands und Südtirols zur Gemeinschaft Europäischer Pfarrhaushälterinnen (GEP) zusammen. Seit 2012 hatte nun die ÖAG (österreichische Arbeitsgemeinschaft) den Vorsitz der GEP. Einmal in der dreijährigen Amtszeit soll es ein größeres Treffen geben. Dieses fand am 17. und 18. Juni 2015 in Melk und Göttweig statt.
Die Überlegungen und Vorbereitungen liefen schon seit zwei Jahren.
Ort und Zeit, Thema, Programm - alles wollte bedacht, geplant und organisiert werden.
Je näher der Termin kam umso mehr stieg die Anspannung bei den Verantwortlichen.
250 Personen (Pfarrhaushälterinnen und Priester, auch einige Ehemänner) sind gekommen und es war ein unvergleichliches Fest.
Alles hat gepasst und geklappt. Das Wetter hatte ein Einsehen mit uns und so konnten wir das Gemeinschaftsfoto und die Agape im Freien abhalten. Auch die Schifffahrt fand bei schönem Wetter statt.
Alle waren überpünktlich. Niemand ging verloren, niemandem ist etwas passiert.
Die Gastfreundschaft in Melk und in Göttweig war beeindruckend.
Die Dankbarkeit der TeilnehmerInnen und das große Lob waren heilsam, wie Balsam für die Seele.
  Susanne Kopeszki (RB der BG/PHH der ED Wien 3/2015)