Msgr. Franz Wilfinger und Susanne Kopeszki

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Rundbrief 4/2014 Hand in Hand - Bg und Pfarrhaushälterin

Hände schaffen Berührung und Beziehung. Ich komme in Verbindung mit den anderen. Aus einem Händedruck kann ich einiges über die oder den anderen erfahren. Sind die Hände kalt oder warm, ist der Druck fest, zu fest oder gar nicht spürbar.

Bei unserer Vollversammlung haben wir das „Vater unser“ so gebetet, dass jede und jeder von uns mit der linken Hand die rechte der Nachbarin/des Nachbarn getragen hat. So sollte deutlich werden, dass es in unserer Gemeinschaft ein „Getragen-werden“ und ein „Getragen-sein“ gibt.
Das kann sich auf ganz verschiedene Weise zeigen: z.B.
* Ich kann für die Kolleginnen beten
* ich kann durch meinen (finanziellen) Beitrag die Arbeit der Berufsgemeinschaft ermöglichen und fördern
* ich kann durch kleine Zeichen (Brief, Mail, Anruf, …) mich mit anderen vernetzen, Kontakte pflegen oder aufbauen.
* Ich kann mich durch die Teilnahme an Angeboten bestärken und bereichern lassen und mir Kraft holen für meinen Dienst und vieles mehr.
Berufsgemeinschaft und Pfarrhaushälterin das geht Hand in Hand. Ohne die einzelnen Haushälterinnen, gäbe es keine Berufsgemeinschaft, müsste es sie nicht geben. Aber damit es eine Berufsgemeinschaft geben kann, muss es einzelne Haushälterinnen geben, die ehrenamtlich eine Aufgabe übernehmen.
Alle vier Jahre wird – nach dem Rechenschaftsbericht in der Vollversammlung - die Diözesanleitung neu gewählt. Von Mal zu Mal zeigen weniger ein Interesse an der Arbeit der BG, wird es aber auch schwieriger Mitarbeiterinnen zu finden, die bereit sind für die nächsten vier Jahre die Anliegen der Pfarrhaushälterinnen im Auge zu behalten.
Die Berufsgemeinschaft ist die Hand, die wir den Kolleginnen entgegen strecken, die offen ist für die Anliegen und Nöte. Zum „Hand in Hand“ gehört auch die zweite Seite – es muss auch von den einzelnen Kolleginnen, ein Schritt in Richtung Berufsgemeinschaft gemacht werden.
Bei der Vollversammlung hat uns eine Haushälterin nicht deutscher Muttersprache gesagt, wie sehr sie sich über die Einladung zur Ehrung gefreut hat und dass sie gerne den Rundbrief liest. Sie hat nach 20 Jahren den Schritt gewagt – worüber wir uns sehr gefreut haben.Vielleicht geht es noch manch anderer so.
Die meisten der Kolleginnen, die sich als Mitarbeiterinnen in der Leitung zur Wahl stellen, haben schöne und bereichernde Erfahrungen und Erlebnisse mit der Berufsgemeinschaft gemacht und sind dankbar dafür, dass es sie gibt. Sie möchten, dass auch andere, jüngere, noch aktive Kolleginnen solche Erfahrungen machen können. Als Haushälterin bin ich allein, in meinem Pfarrhof, mit meiner Arbeit, mit meinen Problemen. Aber es gibt viele andere, denen es ebenso geht. Mich mit ihnen zu verbinden, zu verbünden, kann mir Kraft und Zuversicht geben.
Die nächste große Gelegenheit dazu bietet sich im Juni 2015 bei der Wallfahrt der Gemeinschaft Europäischer Pfarrhaushälterinnen (GEP) nach Melk. Näheres siehe bei den Terminen.
Ein Zeichen der Zughörigkeit und Wertschätzung der BG ist es allerdings auch, wenn es bei der Wahl eine große Beteiligung gibt.
Wir wünschen uns ein „Hand in Hand“ zwischen Berufsgemeinschaft und einzelner Pfarrhaushälterin.
  Susanne Kopeszki (RB der BG/PHH der ED Wien 4/2014)