Msgr. Franz Wilfinger und Susanne Kopeszki

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Rundbrief 1/2017 Türen - Tore
Bei uns im Pfarrhaus gibt es mehrere zweiflügelige Türen. Eine Seite ist fixiert, die andere lässt sich bewegen und öffnen. Mit Sicherheit versuchen „Nicht-Insider“ immer die falsche Seite zu öffnen. Ebenso passiert es oft, dass man bei Eingangstüren nicht genau weiß, ob sie nach außen oder innen aufgehen. Da kann es schon einige Zeit dauern, bis man eintreten kann. Bei Kaufhäusern, Banken und anderen öffentlichen Gebäuden gibt es immer öfters automatische Türen, die sich bei Annäherung selbsttätig öffnen. Manche Haustore aber sind so schwer, dass man alle Kraft braucht, um sie zu öffnen. Man kann die Türen auch nach dem Material, aus dem sie sind, einteilen: Metall-, Holz-, Glastüren oder solche die zumindest ein kleines Fenster haben.
Je nachdem wie die Türen und Tore gebaut sind, sieht man durch sie hindurch, klar oder nur schemenhaft, oder sie versperren den Blick zur Gänze. Im Advent und in der Weihnachtszeit wird in Gebeten immer wieder davon gesprochen, dass Jesus, der Sohn Gottes durch Maria zur Welt gekommen ist. Sie wird daher in der Lauretanischen Litanei zu Recht als „Pforte des Himmels“ bezeichnet.

Glasfenster: Basilia Gürth, Abtei St. Gabriel, Bertholdstein
Gott will aber auch durch uns, durch mich zur Welt kommen. Also darf ich mich auch als eine Tür sehen. Ich stelle mir daher die Frage: Bin ich durchsichtig oder blickdicht für Gottes Liebe und sein Angebot für uns Menschen? Wie schwer oder leicht ist es durch mich hindurch in die Nähe Gottes zu kommen?
Darüber nachzudenken, nehme ich mir für die kommende Fastenzeit vor.
  Susanne Kopeszki (RB der BG/PHH der ED Wien 1/2017)