Msgr. Franz Wilfinger und Susanne Kopeszki

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Paulaner-Würste
(Fischwürste)

Geschichte:

Die Paulanermönche in Wien legten das Gelübde ab, kein Fleisch zu essen. Um ihre Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen, unterhielten sie Fischteiche auf ihren Klostergründen in dem Gebiet, das von der heutigen Wiedner Hauptstraße - Favoritenstraße - Floragasse begrenzt wird.
In diesen Teichen waren vor allem Karpfen und Hechte, damit die Karpfen nicht allzu viel Fett ansetzten. Da die Wiener von der Zeit des Barocks bis herauf ins 19. Jahrhundert (oder bis heute?) gerne gut aßen, spielte in der Fastenzeit die Imitation von Speisen auch bei den Paulanermönchen eine große Rolle. Man wollte Fleisch wenigstens dem Aussehen und dem Namen nach auf dem Tisch sehen. Die Paulanermönche stellten folgende Nachahmung her:

Zubereitung:

"Nimm ein Stückl Hechten, löse es von der Haut und den Gräten, tue sie zusammen mit den in der Milch geweichten Mundsemmeln, druck und hack sie klein mit ein Stück Butter, schneid Zwiebel klein, laß ihn kurz schwitzen, tue ihn dazu mit samt dem Salz und Pfeffer, ein wenig Majoran, ein Zeherl Knoblauch, Limonischäler und Muskat, alles durcheinandergerührt,- alsdann Eier und Semmelbrösel. Mach ganz kleine Würste daraus, zum Ausmachen kannst ein wenig Mehl nehmen, sonst hängt sich der Fasch gern an, hernach nimm in eine Bratpfanne eine Butter, klopf ein Ei, ziehe die Würste durch, bestreue sie mit Semmelbrösel, backe sie in der Bratpfanne, tue sie gleich zu Tisch. "

 

Zu ganz besonderen Anlässen und Pfarrfesten wird diese Speise serviert. Mit Paulanerbier - versteht sich.

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