Msgr. Franz Wilfinger und Susanne Kopeszki

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Nachrichtenblatt der Pfarrgemeinde Wieden-Paulaner
September 2017
Ein Bekenntnis
Regelmäßig lässt uns einer unserer Jahrgangskollegen eine Broschüre mit Gedanken, Anregungen und Aussprüchen des 1994 verstorbenen Bischofs von Aachen, Klaus Hemmerle, zukommen. Eine dieser Broschüren unter dem Thema „Kirche“ schien mir ein guter Einstieg in das Arbeitsjahr 2017/18. Doch lesen Sie selbst:
  „Wenn man mich fragen würde, was ich am meisten in der Welt liebe, was mir das Kostbarste in der Welt ist, könnte ich wirklich nichts anderes sagen als: die Kirche!

Allerdings, wenn man mich fragen würde, was das Vergänglichste in der Welt ist, was am meisten anders werden muss, müsste ich wiederum sagen: die Kirche!

Warum liebe ich die Kirche über alles, was ich in der Welt habe? Deswegen, weil ich daran glaube, dass in dieser Kirche mit all ihren Mängeln, mit all ihrer Not, mit all ihrer Vorläufigkeit, mit all dem, was anders sein könnte an ihr, Gott zur Menschheit steht.

Und wenn ich alle Menschen liebe, dann muss ich gerade, wenn es mir um die Menschen geht, die Kirche lieben.
Denn Kirche ist nichts anderes als das Zeichen dafür, dass Gott Menschen, wie sie sind, in ihrer Armseligkeit, in ihrem Nichts, in ihrer Vorläufigkeit und Relativität angenommen und ernst genommen hat.
Mein JA zu allen Menschen ist also dadurch real und wirklich, dass ich sie hineinstelle in dieses JA Gottes, in sein Handeln, in seine Gnade, in sein Erbarmen mit den Menschen ...“
  Beim ersten Lesen schienen mir diese bischöflichen Worte „reichlich übertrieben und weit hergeholt.“ Sie lassen sich aber leicht „erden“, etwa mit den Fragen: Wie nah oder fern stehe ich meiner Pfarrgemeinde Wieden-Paulaner? Was bedeutet sie mir, was ist sie mir wert? Was verdanke ich ihr? Welche Angebote nehme ich dankbar an? Wo und wie bringe ich mich ein? Wie ist mein Umgang, mein Einsatz für die Mitmenschen, glaubenden wie nicht - glaubenden? Mühe ich mich, in Wort und Tat das Stehen Gottes zu uns Menschen erkennen zu lassen? Nehmen wir das neue Arbeitsjahr als Einladung, unser „Kirche-Sein“ bejahend zu leben,
  meint Ihr Pfarrvikar Franz Wilfinger


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