Msgr. Franz Wilfinger und Susanne Kopeszki

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Nachrichtenblatt der Pfarrgemeinde Wieden-Paulaner
Jänner 2019
Byzantinische Liturgie des Johannes Chrysostomos in heutiger Gestalt
Die Grundstruktur der byzantinischen Eucharistiefeier ist im Grunde genommen jener der Römisch-Katholischen sehr ähnlich: sie besteht aus Wortgottesdienst, Eucharistischem Hochgebet mit Einsetzungsworten und Epiklese (Herabrufung des Hl. Geistes über Brot und Wein), dem Kommunionritus, der mit Vater unser eingeleitet wird und Entlassungsriten mit Dankgebet und Segen.
  Unterschied macht die Bereitung der Gaben, Brot (Gesäuertes) und Wein (immer Rotwein), die vom zelebrierenden Priester vor dem eigentlichen Beginn im Altarraum auf einem kleinen Seitentisch vorgenommen wird.

Der Wortgottesdienst besteht aus drei Antiphonen (1. Antiphon: Ps 102; 2. Antiphon 145 und Christushymnus; 3. Antiphon: Seligpreisungen). Während des 3. Antiphons erfolgt die kleine Prozession mit dem Evangeliar. Die Lesungen sind immer aus dem Neuen Testament: Apostelgeschichte oder Briefe des Paulus, Jakobus etc. und Evangelium.

Die Übertragung der Gaben vom Seitentisch auf den Altartisch wird durch den Gesang von sogenanntem Cherubim-hymnus begleitet. Nach dem Glaubensbekenntnis beginnt gleich das Hochgebet (der Text ist von Johannes Chrysostomos, daher der Name der Liturgie), welches mit einem Marienhymnus endet.
  Nach der Inständigen Litanei wird Vater unser gesungen, nach welchem die Kommunion erfolgt. Sie wird unter beiderlei Gestalten gespendet – meistens mittels eines goldenen Löffelchens.
  Nach dem Dankhymnus kommt der Priester aus dem Altarraum betet ein Dankgebet und spendet den Schlusssegen, nach welchem die Gläubigen zur Verehrung des Kreuzes nach vorne kommen und ein Stück gesegneten Brotes bekommen – Erinnerung an die altchristliche Agape-feiern.
  Pfarrvikar Dr. Boris Holosnjaj


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