Msgr. Franz Wilfinger und Susanne Kopeszki

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45 Jahre bei den Paulanern Leben und Wirken bei den Paulanern in einem kurzen Artikel zu umschreiben – das kann nur gelingen, wenn ich mich auf einige Themen/Fragen beschränke, etwa:
Wie war denn der Anfang?
Es war auf beiden Seiten ein wohlwollend zurückhaltendes Bemühen, einander kennenzulernen, hinter dem eine grundsätzliche Offenheit zu spüren war. Bei der Amtseinführung im Oktober 1975 waren zwar in der Kirche ca zwei Drittel der Gläubigen aus meiner Kaplans-Pfarre Neu-Simmering und ein Drittel Paulaner.
Es dauerte aber nur einige Wochen, bis die eine oder der andere aus der Paulaner-Gemeinde mir sagte: „Herr Pfarrer, wenn sie Hilfe brauchen in der Kanzlei oder Sakristei, oder sonst wo, ich helfe gerne.“
Durch die guten Kontakte mit unserem Kindergarten und den Schulen ergaben sich sehr schnell Kontakte über die Kinder zu den Eltern.
Die Kontakte wurden natürlich durch die Sakramenten-Vorbereitung gestärkt und vertieft. Aus diesen Kontakten der Frühzeit erwuchsen Freundschaften, für die ich dankbar bin und die die Jahrzehnte überstanden.
Was gelang uns? Das Bemühen all derer, die in unsere Gemeinde mitgearbeitet, mitgebetet haben in den zurückliegenden Jahrzehnten würde ich zusammenfassen mit:
Bei uns sollen Kinder, Jugendliche, Erwachsene aller Lebensalter eine Heimat haben. Dazu braucht es Räume, eine Kirche, die zum gemeinsamen wie persönlichen Gebet einlädt, fixe Zeiten zum Zusammensein, Runden und Gruppen, Feste, Fahrten ect.
Die 200 Jahr-Feier unserer Pfarre 1983 ist hier sicher zu erwähnen. Nicht nur wegen der Gedenkmünze, die vor der Kirche geprägt wurde und der Fahrt auf dem Schiff nach Dürnstein, sondern auch wegen der Weihe von Herrn Günter Lux zum Diakon für unsere Gemeinde. Er war kurz vorher von St. Karl wieder in seine Heimatgemeinde zurückgekehrt, mit ihn auch die Jungscharführung, die bei uns mit dem Aufbau der Jungschar begann, und der auch unser Fußball-Club FCPW sein Bestehen verdankt.
Wer in seiner Gemeinde eine Heimat gefunden hat, ist nicht selbstgenügsam, sondern offen und einladend. So hatten wir in den frühen 1980iger Jahren Verbindung mit der Budapester Pfarrgemeinde St. Imre aufgenommen, in den letzten Jahren fand die Personalgemeinde von Silvio Crosina und die Gottesdienstgemeinde der Petrusbruderschaft bei uns Aufnahme.
Für die jungen Leute, die in den letzten Jahren bei uns auf ihre Taufe vorbereitet wurden, ist unsere Kirche und Gemeinde eine Heimat geworden.
Wenn ich noch ein besonderes Lob aussprechen darf, dann gilt es jenen Frauen und Männern, die in großer Treue und Verlässlichkeit über Jahre hinaus ihren ehrenamtlichen Dienst taten: bei den Geburtstagsfeiern und Seniorenrunden, in der Sakristei.
Was ich den Paulanern wünsche:
Die Schutzpatrone unserer Kirche, die heiligen Schutzengel, mögen euch erinnern und einladen, achtsame Wegbegleiter zu sein für eure Mitmenschen hin zur ewigen Heimat. Der heilige Franz von Paola, mit seinem Wahlspruch Caritas, möge euch durch seine Fürsprache helfen, dies so zu tun, dass eure Gottes-, Nächsten-, und Selbstliebe zu erspüren ist.